
Yannic Han Biao Federer, geboren 1986 in Südbaden, studierte Germanistik und Romanistik in Bonn, Florenz und Oxford. Für seine literarischen Texte erhielt er Auszeichnungen und Stipendien, u.a. das Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium der Stadt Köln 2017, den Preis der Wuppertaler Literatur Biennale 2018 und den 3sat-Preis 2019 im Rahmen der 43. Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt. Mit dem Roman Und alles wie aus Pappmaché debütierte er 2019 bei Suhrkamp Nova und wurde im gleichen Jahr mit dem Literaturstipendium des Landes Baden-Württemberg prämiert. Seit 2018 war er im Literaturhaus Köln mitverantwortlich für Kommunikation und Programm, 2020 gab er diese Tätigkeit auf, um als freischaffender Autor und Literaturvermittler zu arbeiten. Seine Dissertation Masse & Apokalypse publizierte der transcript Verlag im Jahr 2020. Er ist Lehrbeauftragter am Institut für Germanistik, Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft der Universität Bonn und leitet dort das Seminar „Werkstatt Literarisches Schreiben“. Im Januar 2022 wurde er ins Junge Kolleg der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste aufgenommen, im Juni 2022 schloss er sich der Neugründung des PEN Berlin an. Für den Deutschlandfunk Büchermarkt schreibt er Rezensionen, für den WDR- und SWR-Hörfunk Radio-Essays. Sein zweiter Roman Tao erschien im März 2022 im Suhrkamp Verlag und wurde mit dem Bayern 2-Wortspiele-Literaturpreis ausgezeichnet. Der Förderpreis für junge Künstlerinnen und Künstler der nordrhein-westfälischen Landesregierung wurde Federer im November 2022 zugesprochen. 2023 wurde sein Theaterstück DRIVE IN für den Retzhofer Dramapreis nominiert und von der Jury lobend erwähnt, zudem wurde er Teilnehmer von FORUM Text. Mit ASIAWOCHEN wurde er im Hans-Gratzer-Stipendium des Schauspielhauses Wien gefördert und 2025 beim 42. Heidelberger Stückemarktes mit dem Autor:innenpreis, dem SWR Kultur Hörspielpreis sowie dem Publikumspreis ausgezeichnet. Im gleichen Jahr erschien sein drittes Buch im Suhrkamp Verlag, Für immer seh ich dich wieder, eine autobiographische Erzählung vom Verlust seines Sohnes. Die Arbeit an diesem Text wurde durch ein Arbeitsstipendium der Kunststiftung NRW unterstützt und mit dem Buchpreis Familienroman 2025 der Stiftung Ravensburger Verlag ausgezeichnet. 2026 gehört er zu den Stipendiat:innen der Villa Aurora in Los Angeles.